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Ich begrüße Sie auf meiner Internetpräsenz. Meine Tätigkeitsbereiche sind seit Jahrzehnten das Bank- und Kapitalmarktrecht, das Immobilienrecht und das Erbrecht (dort führe ich zusätzlich die Fachanwaltsbezeichnung).

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29. November 2017: Rundschreiben Insolvenzverfahren über das Vermögen der Firma PROSAVUS AG, Dresden, hier: Anmeldung Ihrer vertraglichen Ansprüche zur Insolvenztabelle

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihre sofortige Aktivität ist erforderlich!

Bekanntlich wurde ich im Jahre 2014 im Rahmen des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Firma PROSAVUS AG auf der Basis des Schuldverschreibungsgesetzes zum „gemeinsamen Vertreter“ aller Genussrechtsgläubigerinnen und –gläubiger gewählt und habe auftragsgemäß u. a. deren vertragliche Forderungen fristgerecht zur Insolvenztabelle angemeldet, und zwar als nicht nachrangige Forderungen.

Inzwischen spricht einiges dafür, dass meine Wahl zum „gemeinsamen Vertreter“ – und damit auch die von mir durchgeführten Forderungsanmeldungen – unwirksam gewesen sein könnte, weil die von Ihnen erworbenen Namensgenussrechte der PROSAVUS AG nicht verbrieft waren und daher nicht als Schuldverschreibungen i. S. des Schuldverschreibungsgesetzes anzusehen sind. Dies ergibt sich aus aktuellen Urteilen des OLG Dresden wie auch aus laufenden Revisionsverfahren beim Bundesgerichtshof in vergleichbaren Fällen, wenn auch nicht speziell für die Namensgenussrechte der Firma PROSAVUS AG bzw. in Bezug auf meine Wahl zum gemeinsamen Vertreter.

Es muss jedoch damit gerechnet werden, dass in Kürze entsprechende Urteile ergehen.

Dies hätte zur Folge, dass alle von mir in meiner Funktion als „gemeinsamer Vertreter“ vorgenommenen Forderungsanmeldungen unwirksam sind.

Hinzu kommt, dass die vertraglichen Forderungen aus den Namensgenussrechten an der PROSAVUS AG per 31.12.2017 verjähren, sofern sie bis dahin nicht wirksam zur Insolvenztabelle angemeldet worden sind.

Viele PROSAVUS-Anleger hatten bereits vor meiner Wahl zum „gemeinsamen Vertreter“ selbst oder durch ihre Anwälte die vertraglichen Ansprüche angemeldet; ob dies auch für Sie so geschehen ist, sollten Sie unbedingt prüfen.

Wenn Ihre vertraglichen Ansprüche bislang nur durch mich als „gemeinsamer Vertreter“ angemeldet wurden und darüber hinaus keine weitere solche Anmeldung erfolgte, wäre eine sofortige Anmeldung Ihrer vertraglichen Ansprüche aus den erworbenen Namens-Genussrechten der Firma PROSAVUS AG erforderlich, wenn diese nicht per 31.12.2017 verjähren sollen.

Sie sollten daher diesbezüglich sofort (selbst oder durch Einschaltung ei-nes fachkundigen Rechtsanwalts) aktiv werden und ggf. die Forderungsan-meldung rechtzeitig vornehmen. Sie können auch dem Insolvenzverwalter mitteilen, dass Sie die von mir als „gemeinsamer Vertreter“ vorgenommenen Forderungsanmeldungen genehmigen; aus diesem Vorgehen werde ich keinerlei Gebühren- oder Honoraransprüche gegen Sie ableiten oder geltend machen.

Zusatzinformation an meine Mandanten, die mich mit der Forderungsanmeldung anwaltlich beauftragt haben: Für meine anwaltlichen Mandanten habe ich bereits im Jahre 2014 die Forderungsanmeldungen vorgenommen, die zusätzlich auch auf Schadensersatzansprüche gestützt wurden. Für später hinzu gekommene Mandanten werde ich die Ansprüche jetzt rechtzeitig anmelden.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt Erik Brambrink